Information der 

Bürgerinitiative Gegenwind-Teichhau 

Die Firma Badenova reichte im Juni 2025 einen Genehmigungsantrag für den Windpark im Teichhau beim Landratsamt in Heidenheim ein. 

Weitere Informationen: Windkraft-Journal.de

Besichtigung der Windkraft-Baustelle in Schalkstetten: Trotz Regen großes Interesse

Trotz des schlechten Wetters war das Interesse an der Besichtigung der drei im Bau befindlichen Windkraftanlagen in Schalkstetten groß. Am Sonntag, dem 12. April 2026, informierten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher vor Ort über die gewaltigen Anlagen mit 175 Metern Nabenhöhe und 172 Metern Rotordurchmesser. Sie sollen im Sommer 2026 in Betrieb gehen.

Während der kurzen Wanderung zur Baustelle wurden auch kritische Fragen zu den Themen Infraschall und mögliche Lärmbelästigung diskutiert. 

Weitere Aktionen: Für Mai ist eine geführte Wanderung im Eselsburger Tal geplant. Weitere Informationen folgen.

 

Unterschriften-Liste PDF
Link: Positionspapier

Unsere Kontakt-E-Mail:
[email protected] 
 

Video: Prof. Dr. Vahrenholt "Kein Windrad im Wald"
ZDF Frontal:  Wohin mit dem Windradschrott? 
Video: Windkraft im Wald
Artikel: Energiewende-Paradox: Warum mehr Windkraft nicht mehr Strom bedeutet - Physiker klärt auf 


Spendenkonto IBAN: DE52 6006 9527 0042 3590 07
Beitritterklärung im Menü "Was kann ich tun?" 

Bericht zum Infoabend 11.09.25

Zum Info- und Gesprächsabend mit Bürgermeister Heisler und Vertretern der Kommune  und alle Interessierten wurde am 11.09.2025 zum Informations- und Gesprächsabend hatte Pro Teichhau/Eselsburger Tal e.V. eingeladen. Die 1. Vorsitzende Anja Schumacher brachte im 1. Teil des Abends die Argumente des Vereins, weshalb sie den Windpark im Teichhau ablehnen, zum Ausdruck: die laut Fraunhofer-Institut nicht ausreichenden Windverhältnisse im Schwachwind-Teichhau und die damit von vorneherein zu erwartende Unwirtschaftlichkeit von Windrädern im Teichhau vor dem Hintergrund mangelnder Netzkapazität, wurden angebracht.
Den Hauptkritikpunkt sieht der Verein jedoch in der bemerkenswerten Lage des Teichhaus direkt an der Talkante zum Eselsburger Tal und in unmittelbarer Nähe zum UNESCO Welterbe Vogelherdhöhle / Lonetal und zur Charlottenhöhle. Vom gesamten Eselsburger Tal aus hätte man den direkten Blick auf die fünf 263 m großen Windkraftanlagen in nächster Nähe, was das Naturerlebnis enorm beeinträchtige. Diese
drei bedeutenden Orte spielen eine sehr große Rolle als Naherholungsgebiete für Bürgerinnen und Bürger weit über den Kreis Heidenheim hinaus, ebenso wie in Bezug auf den Tourismus auf der Schwäbischen Alb und liefen Gefahr, an Attraktivität einzubüßen mit allen negativen Konsequenzen für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Hier sieht der Verein ein herausragendes öffentliches Interesse auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Faktoren für unsere Region und legt dieses den Vertretern des Gemeinderats Gerstetten ausdrücklich ans Herz, wenn es in Kürze darum geht, als Gremium darüber abzustimmen, ob man den Windpark im Teichhau befürwortet oder nicht. 
950 Unterschriften überreichte der Verein Herrn Bürgermeister Heisler, welche deutlich zum Ausdruck bringen, wie groß die Ablehnung eines Windparks im Teichhau von Seiten der Bürgerschaft ist In einer energiewirtschaftlichen Betrachtung von Herrn Dipl.-Ing. Ulrich Stemick wurde die Sinnlosigkeit von Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten wie dem Teichhau aufgrund ihrer Unwirtschaftlichkeit verdeutlicht. Die Vermutung liegt nahe, dass es hier nicht um einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende geht, sondern finanzielle Interessen für die Windradbauer und Grundstückseigner im Vordergrund stehen. Windkraftanlagen
in Schwachwindgebieten sind nur deshalb für Betreiber rentabel, da sie hochsubventioniert sind. Was zulasten des Steuerzahlers und unserer Wirtschaft geht.
Dipl.-Ing. Matthias Eck (DSGS e.V.) berichtete eindrücklich, wie er und seine Familie zunehmend unter den negativen Folgen des Infraschalls durch Windkraftanlagen litten, bis es so weit kam, dass sie unter großem Wertverlust ihr Haus verkauften, da ein Leben
im Schatten der Windkraftanlagen für die Familie massive Gesundheitsschäden zur Folge hatte.
Im zweiten Teil des Abends folgte ein angeregter Gesprächsaustausch. Herr Bürgermeister Heisler zeigte Verständnis für die Bedenken des Vereins insbesondere in Bezug auf das Eselsburger Tal. Zugleich betonte er, dass die Belange des gesetzlich
privilegierten Klimaschutzes über den Belangen des Natur-, Arten-, Landschafts- und Denkmalschutzes stehen und hier ja längst Baurecht gescha]en sei. Nach seiner ehrlichen, realistischen Einschätzung sieht Herr Bürgermeister Heisler keine Chance
mehr für eine gänzliche Verhinderung des Windparks im Teichhau auf Basis des aktuell geltenden Rechts signalisierte aber auch künftig Gesprächsbereitschaft mit den Windkraftgegnern. Im voll besetzten Gemeindehaus entbrannte eine hitzige Diskussion und die Besucher waren sichtlich enttäuscht über die scheinbare Aussichtslosigkeit im
Hinblick auf den Teichhau. Herr Bürgermeister Heisler, der in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal zu einem Gesprächsabend mit dem Verein gekommen war, bedankte sich für den guten Diskurs und lobte die professionelle Arbeit des Vereins. Frau Schumacher sprach Herrn Bürgermeister Heisler und allen Vertretern der Kommune
ihren herzlichen Dank aus für die Teilnahme am Abend und die somit gebotene Gelegenheit zum Austausch, der für den Verein als basisdemokratische Initiative als Zeichen einer lebendigen Demokratie sehr wichtig ist. 
Eine derart aussichtslose Lage gab es bereits im Jahr 2017, als der erste Bauantrag für einen Windpark im Teichhau beim Landratsamt Heidenheim eingereicht wurde, welcher
damals aber abgelehnt wurde. 
Die Mitglieder des Vereins setzen sich auch weiterhin dafür ein, dass der Teichhau Wald nicht durch die Windkraft zerstört wird und bedanken sich herzlich für die Unterstützung von unzählig vielen Menschen!

Soll so das Eselsburger Tal aussehen? 

Nicht wirklich!

Das ist nur eine Fotomontage, ein Symbolbild! Man kann es sich nicht vorstellen, wie die 263 m hohen Windräder das Landschaftsbild verändern werden! 

Unsere Banner

stehen an vielen Stellen in Dettingen und Eselsburg, sie haben eine klare Botschaft!


Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten machen wirtschaftlich keinen Sinn und beeinträchtigen gesundheitlich Mensch und Tier! 

Rückblick Waldwanderung  


Der Verein Pro Teichhau / Eselsburger Tal e.V. lud bei sonnigem Sommerwetter ein zu einer Infowanderung in den wunderschönen Teichhau Wald, wo schon bald fünf Windräder mit einer Höhe von bis zu 270 m gebaut werden sollen. 35 Wander- und Naturfreunde folgten der Einladung und trafen sich am Sonntagnachmittag, den 14.7.24 am Wanderparkplatz Sallenbüchle. Die 1. Vorsitzende Anja Schumacher begrüßte alle Teilnehmer sehr herzlich, ehe Wanderführer Joachim dann die Leitung der Wanderung übernahm. An verschiedenen Stationen erfuhr die Wandergruppe, welche negativen Auswirkungen der geplante Bau der Windkraftanlagen im Teichhau Wald auf Natur und Tierwelt haben wird. Dipl.-Ing. Ulrich Stemick berichtete über die Sinnlosigkeit des massiven Ausbaus der Windenergie in Schwachwindgebieten ohne existierende Speichermöglichkeiten vor dem Hintergrund, dass dieser Ausbau sowieso nur Bestand hat aufgrund der massiven Subventionierung. Fast 3 Stunden wanderte die Gruppe durch den Teichhau und genoss die wunderschöne Natur im Wald in der Hoffnung, dass dieses Kleinod auch in Zukunft noch existieren darf. 

 

Information der Bürgerinitiative Gegenwind-Teichhau 

Im Wald- und Wasserschutzgebiet Teichhau sollen sechs Windräder mit einer Nabenhöhe von ca. 175 m und einer Flügelhöhe von ca. 265 m gebaut werden. 

Die Bürgerinitiative Teichhau spricht sich gegen den Bau dieser Windanlagen
aus folgenden Gründen aus:
 

 

  • Zerstörung des Landschaftsbildes von Dettingen, Hürben, Herbrechtingen mit dem Eselsburger Tal (natura 2000 Gebiet), sowie dem beliebtesten Wanderweg Deutschlands 2022, dem „Albschäferweg“. 


  •  Das Teichhau-Gebiet ist Erholungsraum für Menschen und Lebensraum einer großen Anzahl von Tieren. Darunter auch besonders streng geschützte Vogel- und Fledermausarten.  

 

  •  Mögliche Gesundheitsgefahren für den Menschen durch Infraschall aufgrund zu geringer Abstände zur Wohnbebauung. 

 

  •  Windhöffigkeit nur 5,6 m/s (laut Messungen der EnBW) ist nicht ausreichend, um ökologisch sinnvoll Strom zu erzeugen, dieses deutet auf Unwirtschaftlichkeit des Anlagebetriebs hin. 

  

  • Rodung von bis zu 60.000 m² Waldfläche mitten im Vogel- und Landschaftsschutzgebiet zzgl. der benötigten Verkehrswege.  Durch weniger Wald sinkt der kühlende Effekt für die Umgebung, insb. bei Hitzeperioden. Einfüllung von Beton von ca. 28.000 Tonnen. 

 

  • Hohes Tötungsrisiko für die Vögel, Fledermäuse und Insekten durch den Flügelschlag der Rotorblätter und deren Sogwirkung. 

 

  •  Hohe Anzahl von Dolinen. Diese gelten ab 1.1.1992 als zu schützende Biotope (§ 24a Biotopenschutzgesetz Baden-Württemberg). Schwierige Bodenverhältnisse durch den karstigen Untergrund.   

 

  •  Gefährdung der Anerkennung der Vogelherdhöhle im Lonetal als UNESCO Weltkulturerbe durch Windräder im visuellen Bereich der Vogelherdhöhle. 

 

  •  Eingriff in die Sicherheit des Luftverkehrs am Verkehrslandeplatz in Giengen.